Wilms Ensemble Witzhelden

Foto: Dr. Ernst A. Klusen

Die neuseeländische Flötistin Julia Dickson studierte bei Barthold Kuijken in Den Haag, unterrichtet heute historische Aufführungspraxis an der Musikhochschule Karlsruhe und ist von ihrem Wohnsitz Venedig aus überall in Europa kammermusikalisch, solistisch und in renommierten Orchestern tätig. 1998 führte sie zusammen mit J.Marc Reichow zum ersten Mal Werke von Johann Wilhelm Wilms in der Ev.Kirche Witzhelden auf.

Christian Starke, mittlerweile echter Witzheldener, studierte Blockflöte in Köln und Fagott in Hannover. Trotz seiner Entscheidung für eine berufliche Laufbahn bei einer Biotech-Firma (nach dem Studium der Biologie) ist er nach wie vor musikalisch aktiv ; nicht zum ersten Mal führt er Werke von Johann Wilhelm Wilms auf, dem sein großes Interesse gilt. Christian Starke spielt auf einer einklappigen Grenadill-Flöte, die Martin Wenner (Singen) nach einem Instrument von Palanca angefertigt hat, und das erstmalig mit einem 430 hz Mittelstück versehen ist.

Der Cellist Frank Wakelkamp, im niederländischen Den Bosch geboren, studierte sowohl modernes Cello als auch Barockcello und ist als freischaffender Solist und in diversen Ensembles tätig, darunter Musica ad Rhenum und Orchester wie Anima Eterna und die Nederlandse Bachvereniging. Mit J.Marc Reichow zusammen spielt er seit 1993 im preisgekrönten Trio Eroica, das bei den wichtigsten europäischen Festivals für Alte Musik konzertiert hat. Z.Z. ist er als Solist auf dem Continuo-Cello sowie dem Violoncello piccolo an der cd-Aufnahme der 200 religiösen Kantaten von J.S.Bach durch das Netherlands Bach Collegium beteiligt.

J.Marc Reichow, gebürtiger Solinger, studierte zunächst in Köln, später in Den Haag am Koninklijk Conservatorium modernes Klavier bei Geoffrey Douglas Madge und Hammerklavier bei Stanley Hoogland; 1992 bzw. 1996 beendete er beide Studien mit der Konzertreife. Neben seiner Beschäftigung mit der Musik des 20.Jahrhunderts (zahlreiche cd- und Rundfunkaufnahmen, darunter Uraufführungen und Ersteinspielungen) widmet er sich dem Spiel des historischen Hammerklaviers/Fortepianos; 1996 war er mit dem Trio Eroica Sieger des Concours in Brugge, im selben Jahr auch Solist beim damaligen Ensemble Musica Antiqua Köln.

Seit seiner Studienzeit in Den Haag arbeitet er eng sowohl mit Julia Dickson als auch mit Frank Wakelkamp zusammen, aber erst bei der Einstudierung des Flötentrios von Wilms haben alle drei Musiker ihre Kräfte gebündelt.

J.Marc Reichow spielt auf einem Hammerklavier, das G. Klop (Garderen) nach einem Instrument des Wiener Klavierbauers Könnicke vom Ende des 18.Jahrhunderts angefertigt hat.

Auf die Spuren seines bergischen Landsmannes Wilms war J. Marc Reichow während des zehnjährigen Aufenthaltes in den Niederlanden gestoßen und hatte bald mit der Aufführung der vernachlässigten Werke von Johann Wilhelm Wilms begonnen.

Hammerklavier von 1780